Kategorie: 2025

Mehr Daten, mehr Wertschöpfung: Industrial AI eröffnet neue Chancen – SPS

Rainer Brehm, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Automation, auf der Pressekonferenz zum Auftakt der SPS.

„Industrial AI ermöglicht neue Formen der Wertschöpfung – von selbstoptimierenden Anlagen bis zu Agentic-AI-Systemen, die eigenständig Daten auswerten und Entscheidungen vorbereiten.“

Diese klare Vision von Rainer Brehm, Vorsitzender des ZVEI-Fachverbands Automation, stand heute im Zentrum unserer Pressekonferenz zum Auftakt der SPS. Industrial AI steht vor dem Durchbruch, und Europa kann zu einem der stärksten Industriestandorte dieser neuen Ära werden. Die wichtigsten ZVEI-Themen zur wichtigsten Automatisierungsmesse der Welt:

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Gebäudewende: Schluss mit Verzögern und Verwässern

Sebastian Treptow, ZVEI
Sebastian Treptow, ZVEI
(c)Foto: Melanie Bauer Photodesign

Im kommenden Jahr fallen auf nationaler und europäischer Ebene richtungsweisende Entscheidungen für den Gebäudesektor – mit direkten Auswirkungen auf Industrie und Verbraucher.

Gebäudetyp E: Der ZVEI unterstützt das Ziel, schneller und einfacher zu bauen. Aber: Elektroinstallation darf nicht zum Sparobjekt werden. Weniger Steckdosen sparen kaum Kosten, erhöhen aber Nachrüstaufwand und gefährden Komfort und Sicherheit. Zukunftsfähige Elektroinstallation macht im Neubau nur vier bis fünf Prozent der Gesamtkosten aus – leistet aber einen entscheidenden Beitrag zur Transformation. Eine moderne Elektroausstattung senkt obendrein langfristig die Betriebskosten und entlastet Betreiber, Nutzer und Mieter.

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Weltweit größtes Branchentreffen der Metering-Szene – metering days 2025

Wolfgang Weber auf den metering days 2025

Energie im Fluss, Rollout im Takt: Heute starten in Fulda die metering days 2025.

„Wo Strom fließt, da ist Energie – und da geht was voran“, sagte Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung, in seinem Eröffnungsimpuls.
„Unsere Aufgabe ist es, diesen Stromfluss stabil, effizient und sicher zu gestalten. Das gilt für die Netze genauso wie für die gesamte Energiewende.
Klar muss sein: Netze ausbauen, digitalisieren und effizienter auslasten – das ist „no regret“, nicht „nice to have“.“

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Der Digital-Omnibus: einige Verbesserungen, aber kein Befreiungsschlag

Jochen Reinschmidt

Die EU-Kommission hat Mitte November ihren Entwurf für den sogenannten Digitalomnibus vorgelegt. Er bündelt Anpassungen in den Bereichen KI, Daten, Datenschutz und Cybersicherheit. Er soll bestehende Regulierung verschlanken und praxistauglicher machen. Der ganz große Wurf ist der Digital-Omnibus allerdings nicht. Er setzt einzelne richtige Impulse, greift aber an zentralen Stellen zu kurz.

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2. SCALE-MX Kongress – starke Community, spannende Diskussionen und viel Tatendrang!

Foto vom Scale MX Kongress

Das Datenökosystem entfaltet seine volle Wirkung nur, wenn sich viele Unternehmen daran beteiligen. Der SCALE-MX Kongress hat nicht nur die MX-Community, sondern auch künftige Anwender und Anbieter zusammengebracht. In Keynotes, Workshops und beim Pausenkaffee haben wir über die Möglichkeiten, Herausforderungen und nächsten Schritte für die Anbindung an den Datenraum gesprochen – aus verschiedenen Perspektiven:

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Wir brauchen eine praxisgerechte Reform der EU-Digitalregulierung – Digital Revoultion Day 2025

Digital Revolution Day 2025 - Podiumsdiskussion

Wie nutzen wir die enormen Chancen von Künstlicher Intelligenz und Daten in der Industrie, ohne Innovation durch übermäßige Regulierung und fehlende Standards auszubremsen?

Diese Frage stand im Mittelpunkt unseres ersten ZVEI Digital Revolution Day 2025 in Berlin. Gemeinsam mit Vertretern und Vertreterinnen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft haben wir intensiv darüber diskutiert. Letztlich ging es dabei natürlich auch darum, wie wir die digitale Transformation in Deutschland und Europa erfolgreich gestalten können.

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Neue Spielregeln: Geopolitik trifft Industriepolitik

Dr. Nikolas Keßels, ZVEI

Die USA setzen mit neuen, teilweise drastischen Zöllen einseitige Marktsignale, China verschärft Exportkontrollen bei Seltenen Erden, weltweit nimmt der industriepolitische Interventionismus zu: 2025 war ein (neuerlicher) Weckruf für Europa – und vor allem ein Realitätscheck entlang geopolitischer Machtverschiebungen, bedrohlich schwindender Standortvorteile Europas und eines Zoll- und Handelsregimes, das zum permanenten Stresstest geworden ist. Für eine exportorientierte und technologiegetriebene Industrie wie die unsere ist das eine gefährliche Gemengelage.

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Das Herz der Energiewende

Anke Hüneburg, ZVEI
Anke Hüneburg, ZVEI
(c) Melanie Bauer Photodesign

2025 war ein Jahr der Fortschritte – und zugleich ein Jahr, das uns deutlich vor Augen geführt hat, dass wir uns nicht ausruhen dürfen. Der Monitoringbericht des Bundeswirtschaftsministeriums zeigte nüchtern, wo wir bei der Energiewende stehen. Die eigentliche Herausforderung lag jedoch in seiner Interpretation: Abgeleitet wurde, dass ein nur moderat steigender Strombedarf weniger Ausbau von Erneuerbaren und Netzen nötig mache. Das aber würde auch eine gebremste Wirtschaftsentwicklung implizieren. Die Elektrifizierung von Wärme, Mobilität und Industrie sowie der Ausbau digitaler Infrastrukturen – von Rechenzentren bis zur Produktion – werden den Bedarf aber eindeutig erhöhen.

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ZVEI zur nationalen CSRD-Umsetzung

ZVEI warnt vor vorschneller nationaler Umsetzung der CSRD – Entlastungen für Unternehmen notwendig

Mit der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) verschärft die EU die Vorgaben zur Nachhaltigkeitsberichterstattung deutlich. Für viele Unternehmen bedeutet das mehr Komplexität, zusätzlichen Personalbedarf und steigende Kosten. Der ZVEI begrüßt daher die von der EU-Kommission angekündigten Entlastungen, die im Frühjahr 2025 auf den Weg gebracht wurden.

Die aktuelle deutsche Initiative, die bisher unveränderte CSRD bereits jetzt ins nationale Recht zu überführen, sorgt hingegen für große Unsicherheit. Der ZVEI warnt vor einer verfrühten Umsetzung und fordert, den Start der CSRD in Deutschland auf 2026 zu verschieben – nach Abschluss des europäischen Omnibusverfahrens und der Überarbeitung der Standards. Andernfalls droht Unternehmen ein doppelter Berichtsaufwand in kurzer Zeit.

Neben dieser Verschiebung spricht sich der ZVEI für weitere nationale Anpassungen aus: eine konsequente 1:1-Umsetzung der EU-Vorgaben ohne zusätzliche Auflagen, die kostengünstigere Offenlegungslösung für elektronische Lageberichte, die Bündelung aller ESG-Pflichten in einem Bericht („Once only“), mehr Wettbewerb im Markt für Prüfungsdienstleistungen sowie eine praxisnahe Einbindung der Arbeitnehmervertretungen.

Ziel bleibt eine umsetzbare, europäisch konsistente Berichterstattung, die Unternehmen nicht überfordert.

>>> Stellungnahme im Volltext

Forum DPP 4.0

2027 wird der Digitale Produktpass (DPP) zur Pflicht. Wie gelingt die Umsetzung?

Beim ZVEI Forum #DPP40 kamen mehr als 120 Expert:innen aus Industrie, Normung, Politik und Wissenschaft zusammen, um zentrale Herausforderungen zu diskutieren – und vor allem Lösungen zu fokussieren.

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Melden Sie sich bereits heute zu unserem nächsten Forum am 29. Januar 2026 im ZVEI in Frankfurt am Main an.
>>> Termin und Anmeldung

ZVEI-Mitgliederbefragung zu Sicherheits- und Verteidigungsindustrie

ZVEI: Überregulierung bremst Engagement der Elektro- und Digitalindustrie in der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie

Eine aktuelle ZVEI-Mitgliederbefragung zeigt deutliche Hemmnisse im Zugang zur deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (SVI). Obwohl rund ein Drittel der Elektro- und Digitalindustrie bereits Geschäftsbeziehungen in dieses Feld hat, bleiben über 60 % der Unternehmen aufgrund hoher regulatorischer Hürden weiterhin auf Abstand. Der Umsatzanteil der aktiven Unternehmen liegt im Schnitt bei nur fünf Prozent.

ZVEI-Präsident Dr. Gunther Kegel kritisiert die übermäßige Regulierung scharf: Trotz „Zeitenwende“ seien zentrale Vorgaben nicht an die geopolitischen Realitäten angepasst worden. Dabei wächst der Anteil elektronischer und digitaler Technologien in der Verteidigungsausrüstung stetig und liegt bereits bei knapp 20 %. Viele bislang nicht aktive Unternehmen zeigen grundsätzlich Interesse – knapp ein Viertel möchte künftig stärker einsteigen.

General André Bodemann beim eSummit des ZVEI

Bremsend wirken jedoch zahlreiche Vorschriften und komplexe Beschaffungsprozesse der Bundeswehr. Die Branche fordert daher mehr Differenzierung in der Exportkontrolle, schnellere und schlankere Vergabestrukturen sowie klarere Rahmenbedingungen – etwa beim „local content“ für sicherheitskritische Produkte. Nur so kann Tempo, Innovationskraft und die notwendige Erhöhung der Wehrfähigkeit erreicht werden.

Die Befragung basiert auf Rückmeldungen von 93 Unternehmen (Mai 2025; 18 % Branchenumsatz).

>>> ZVEI-Mitgliederbefragung zur Sicherheits- und Verteidigungsindustrie: Ergebnisse (Mai 2025)



Alternativ:

Electrifying Ideas Award 2025 – Die Gewinner

Electrifying Ideas Award 2025 - Preisverleihung

Mit ordentlich Bass läuteten ZVEI-Präsident Dr.-Ing. Gunther Kegel und ZVEI-Vorstandsmitglied Dr. Barbara Frei-Spreiter (Schneider Electric) die diesjährige Preisverleihung ein. „Mit dem Award wollen wir zeigen, welche Innovationskraft in der deutschen Elektro- und Digitalindustrie und darüber hinaus steckt. Diese Innovationen müssen nicht immer riesig sein, auch kleine, feine Ideen können einen großen Unterschied machen.“

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Hannover Messe 2025

It’s a wrap: Die HANNOVER MESSE MESSE 2025 neigt sich dem Ende zu. Wir blicken zurück auf fünf ereignisreiche Tage – und einen überaus produktiven Austausch mit zahlreichen politischen Delegationen sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft.

127.000 Besucherinnen und Besucher zählte die Deutsche Messe AG in diesem Jahr, 40 Prozent davon aus dem Ausland – starke Zahlen in einem schwierigen konjunkturellen und politischen Umfeld.

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ZVEI-Konferenz Klimaneutrale Netze

Bereit für die Transformation? Auf der ersten Konferenz über klimaneutrale Netze drehte sich alles um das Stromnetz 2030+.

Auf dem Weg zur Erreichung der vereinbarten Klimaneutralitätsziele wird ein klimaneutrales Stromnetz das zentrale Element im Energiesystem darstellen. Dieses Klimaneutralitätsnetz muss über alle Spannungsebenen die Verbindung von einer stetig steigenden Anzahl an Erzeugern – insbesondere dezentrale erneuerbare – mit neuen elektrifizierten Verbrauchern (Industrie, Mobilität, Gebäude) sicherstellen. Dies erfordert eine Transformation des gesamten Stromsystems sowie einen deutlichen Ausbau der derzeitigen Kapazitäten bei Netz und Speichern.

Welche Anforderungen auf Netzbetreiber, Stadtwerke aber auch auf Hersteller von Systemen, Komponenten und Software in der Energietechnik zukommen, behandelte die Konferenz „Klimaneutrale Netze“ des Verbands der Elektro- und Digitalindustrie.

Diskutiert wurden regulatorische Anforderungen und strategische Ansätze aber auch technologische Innovationen sowie neue Geschäftsmodelle.

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Aktion “Jeder Stecker zählt”

In Deutschlands Kellern und Abstellkammern schlummert ein nicht gehobener Schatz: Rohstoffe in Elektro-Altgeräten. Zum nachhaltigen Umgang mit E-Schrott gehört die sachgerechte Entsorgung – und die Rückgewinnung der wertvollen Materialien wie beispielsweise Metalle, die erneut in Geräten verwendet werden können.

Für den ZVEI ist es deshalb eine Selbstverständlichkeit, dass wir die Aktionswoche Jeder Stecker Zählt der Stiftung Elektro-Altgeräte Register anlässlich des Global Recycling Day unterstützen. An unserem Standort in Frankfurt sogar mit handfesten Taten: Eine Woche lang konnten alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Dachböden räumen und ihre Elektroaltgeräte vor Ort entsorgen.

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Datenökosysteme für eine souveräne und wettbewerbsfähige Industrie

Sichere Digitalisierung für die Effizienzwende:
ZVEI-Position zu Manufacturing-X

Steigende Berichtspflichten und wachsender globaler Wettbewerb erhöhen den Druck auf die produzierende Industrie. Eine sichere und souveräne Digitalisierung ist entscheidend, um die Effizienzwende erfolgreich zu meistern.

Der ZVEI unterstützt daher die politischen Initiativen rund um Manufacturing-X: ein Datenökosystem, das Unternehmen einen dezentralen und geschützten Datenaustausch ermöglicht – DSGVO-konform und mit neuen Chancen für innovative Geschäftsmodelle.

Damit das Datenökosystem breit wirksam wird, müssen Zielkonflikte vermieden werden: Interoperabilität und Datensouveränität dürfen sich nicht gegenseitig ausbremsen, und insbesondere für KMU müssen niedrige Einstiegshürden gewährleistet sein.

Diese zentralen Positionen haben wir in einem aktuellen ZVEI-Seiter für Sie zusammengefasst.

Zum ZVEI-Seiter

ZVEI-Studie „Von Chips zu Chancen“

Fördermittel in die Mikroelektronik-Industrie sind für den Staat ein lohnendes Investment. Das ist ein Ergebnis der ZVEI-Studie „Von Chips zu Chancen: Die Bedeutung und Wirtschaftlichkeit der Mikroelektronikförderung“. Durch solche Förderungen entstehen mehr Steuereinnahmen, mehr Beschäftigung, mehr Wertschöpfung. Aber: Europa muss sein Engagement verstärken, sonst lässt sich seine technologische Souveränität kaum ausbauen und seine Lieferketten nicht resilienter gestalten.

Die Studie behandelt in fünf Kapiteln verschiedene ökonomische und politische Aspekte der Mikroelektronik-Industrie

>>> Zur Studie

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